14. März – MATHINSIDE am Pi Day 2025

© Lukas Protz, MATH+

In unserem Alltag sind wir umgeben von Hightech. Wir vernetzen uns täglich via Smartphone und Computer, bewegen uns mit Autos, Bahn und Flugzeugen fort, profitieren von hoch entwickelten medizinischen Geräten und Medikamenten.

Ohne Mathematik wäre all das nicht möglich.

 

Am 14. März, dem Pi-Tag und internationalen Tag der Mathematik, luden wir Schüler*innen sowie weitere Matheinteressierte zu einem Vormittag mit drei spannenden Vorträgen an die TU Berlin ein. Die Vorträge boten faszinierende Einblicke in die aktuelle mathematische Forschung. Insgesamt besuchten uns etwa 314 Teilnehmende – eine Zahl, die passend zum Tag annähernd 100π entsprach.

 

Nach einer kurzen Begrüßung eröffnete Jens Eisert, Professor für theoretische Physik und Quantentheorie an der FU Berlin, die Veranstaltung mit dem Vortrag “Manisch-depressive Phasen – Die Mathematik von Quantenrechnern in einer spannenden Zeit”. Mit zahlreichen Anekdoten führte er das Publikum durch die Geschichte der Quantenrechner und beleuchtete aktuelle Durchbrüche sowie offene Forschungsfragen. Dabei erklärte er nicht nur die vielversprechenden Möglichkeiten dieser Technologie, sondern entlarvte auch unrealistische Erwartungen an Quantencomputer.

 

Den zweiten Vortrag, “Eine kurze Einführung in die Spieltheorie”, hielt Max Klimm, Professor für diskrete Optimierung an der TU Berlin. Er begann mit einem interaktiven Spiel: Zwei Personen sollten einen Preis untereinander aufteilen, hatten dabei aber nur zwei Optionen – “Teilen” oder “Stehlen”. Ihre Entscheidung mussten sie treffen, ohne die Wahl der anderen Person zu kennen. Wählten beide “Teilen”, wurde der Preis fair aufgeteilt. Wählten beide “Stehlen”, ging niemand mit einer Belohnung nach Hause. Entschied sich eine Person für “Stehlen” und die andere für “Teilen”, erhielt die stehlende Person den gesamten Preis. Gemeinsam mit dem Publikum analysierte Max Klimm dieses und ähnliche Szenarien auf optimale Strategien mithilfe der Spieltheorie. Zudem zeigte er, wie sich spieltheoretische Konzepte auf scheinbar völlig andere Bereiche, wie den Verkehr und Verkehrssimulationen, anwenden lassen.

 

Im Anschluss an den zweiten Vortrag organisierte die Mathe-Bibliothek der TU Berlin einen Stand mit einer großen Auswahl an Mathematik-Büchern. Diese beeindruckten nicht nur durch interessante Inhalte, sondern auch durch wunderschöne Zeichnungen, geometrische Figuren und mitunter sogar fantastisch aussehende Gleichungen.

 

Den dritten Vortrag, “Die spannende Welt der Pseudogeradenarrangements”, hielt  Sandro Roch, Doktorand an der TU Berlin. Er ermöglichte dem Publikum Einblicke in die aktuelle Forschung im Bereich der diskreten Geometrie. Besonders faszinierend war die Verbindung von Pseudogeradenarrangements zu scheinbar völlig unterschiedlichen Konzepten, etwa Sortieralgorithmen, speziellen Kachelmustern und bestimmten Tabellen.

 

Die Veranstaltung stieß insbesondere bei den Schüler*innen auf große Begeisterung. Besonders gefesselt waren Sie von dem Thema Quantencomputing und stellten im Anschluss an den Vortrag viele Fragen.

 

MATHINSIDE am 14.03.2025 ist Teil eines weltweiten Programms zum Internationalen Tag der Mathematik – dem Pi-Tag. Der Internationale Tag der Mathematik ist ein Projekt der Internationalen Mathematischen Union (IMU) und wurde von der UNESCO ausgerufen.